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Wieder schmerzfrei mobil – Mit Ihrem neuen, künstlichen Hüftgelenk

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Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie werden in absehbarer Zeit ein künstliches Hüftgelenk erhalten. Wir möchten Ihnen deshalb einige der Fragen beantworten, die Sie sich vermutlich stellen.
Ihr neues Hüftgelenk ist eines der am besten erforschten Produkte der Medizintechnik, ein groß­artiges Stück Hightech: hoch­modern, durch­dacht, sicher und bei guter Behandlung sehr langlebig.

Unzählige Ingenieure haben in den letzten 60 Jahren daran gearbeitet, künstliche Hüftgelenke immer weiter zu verbessern. Es gibt deshalb heute wenige medizintechnische ­Produkte, die so fortschrittlich sind wie ein künst­liches Hüftgelenk, medizinisch auch Hüfttotalendo­prothese genannt. Design, Material und Herstellung sind auf die höchsten Anforderungen ausgerichtet. Schonende OP-Methoden sorgen mit dafür, dass Sie nach dem Eingriff buchstäblich schnell wieder auf den Beinen sind.

LINK entwickelt seit über 50 Jahren Endoprothesen und stellt sie in Deutschland her.

 

 

Wenn Ihre Hüfterkrankung nicht mehr mit konventionellen Mitteln erfolgreich behandelt werden kann, kommt für Sie eine totale Hüftendoprothese infrage – sofern Sie

  • nicht mehr schmerzfrei gehen und Treppen steigen können,
  • auch in Ruhepausen Schmerzen im Hüftgelenk haben,
  • sich sozial isolieren, weil Sie wegen der Schmerzen kaum noch mobil sind,
  • sich so wenig bewegen, dass Sie körperlich abbauen,
  • so oft Schmerzmittel einnehmen müssen, dass Nebenwirkungen höchstens eine Frage der Zeit sind.

Wann der beste Zeitpunkt für eine totale Hüftendoprothese gekommen ist, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt stellt die Diagnose, berücksichtigt alle Untersuchungsergebnisse und berät Sie fachlich. Vertrauen Sie ihm: Er weiß, wann die Operation aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, um Ihre Schmerzen zu mindern und so Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Arthrose: zum Beispiel durch Verschleiß oder Rheuma. Der Knorpel in der Hüft­pfanne oder auf dem Hüftkopf nutzt sich immer weiter ab. Der Hüftkopf gleitet dadurch schlechter in der Hüftpfanne und ist weniger gepuffert. Im Extremfall verursacht das starke Schmerzen.
Oberschenkelhalsbruch: Durch einen Unfall bricht der Knochen im Bereich des Hüftkopfes oder des Oberschenkelhalses.  

Hüftdysplasie: Es fehlt das Dach der natürlichen Hüftpfanne. Eine Fehlstellung im Hüftgelenk und mit den Jahren entstehende Arthrose sind die Folgen.
Hüftkopfnekrose: Dem Hüftkopf fehlt teilweise oder ganz die Blutversorgung. Dadurch wird er unrund und kann sich nicht im Gelenk bewegen, ohne Schmerzen zu verursachen. 

Das Hüftgelenk ist nach dem Knie unser zweitgrößtes Gelenk. Es besteht aus dem Oberschenkelhals, dem Hüftkopf und der Hüftpfanne.
Das Hüftgelenk ist ein sehr starkes Gelenk. Im Laufe eines Lebens muss es viel aushalten und unzählige Bewegungen mitmachen. Manche Hüftgelenke sind für diese Belastungen anfälliger als andere und verschleißen deshalb früher. 

Künstliche Hüftgelenke werden nach Prothesenschaftlänge (kurz/lang) und Einbauart (zementiert/­zementfrei) unterschieden. Jedes Implantat besitzt spezielle Eigenschaften und eignet sich für bestimmte Patienten.
 

Zementierte Implantation

  • Die Prothese wird mit Knochenzement fest im Oberschenkelknochen oder in der natürlichen Hüftpfanne verankert.
  • Das Gelenk ist schnell wieder belastbar.
  • Das Verfahren ist seit Jahrzehnten bewährt.

Bei zementfreien Hüftendo­pro­thesen wird der Prothesenschaft ohne Knochenzement im Ober­schenkel­knochen ­verankert. Die Hüftpfanne wird direkt in den Beckenknochen eingeschraubt oder eingepresst.
Beide Komponenten, Hüftpfanne und Hüftschaft, besitzen eine rauhe Oberfläche oder eine spezielle Beschichtung, die einen schnellen Knocheneinwuchs fördern.

Zementfreie Implantation

  • Die Prothese wird ohne Knochenzement fest im Oberschenkelknochen verankert.
  • Die Einbautechnik ist besonders knochenschonend.
  • Eignet sich vor allem für biologisch junge, aktive Patienten. 
  • Ein künstliches Hüftgelenk soll sein ­natürliches Vorbild so perfekt wie möglich ersetzen. Es muss deshalb fest und auf den Millimeter genau im Knochen sitzen und alle Bewegungen des Alltags mitmachen. So kann es viele Jahre den Belastungen problemlos standhalten.
    Das Material der totalen Hüftendoprothese soll für den Körper sehr gut verträglich sein, das Anwachsen des Knochens fördern, und Metall-Allergien und Infektionen entgegenwirken.


  • Spezielle Behandlungen der Prothesenoberfläche können ­Metall-Allergien entgegenwirken. Jüngere Patienten erhalten meist zementfreie Hüftendoprothesen, die die Anlagerung des Knochens fördern. Für ältere ­Patienten, deren Knochen zum Beispiel durch Osteoporose verändert sind, eignen sich eher ­Modelle, die mit speziellem Knochenzement verankert werden. Bei „hybriden“ Hüftendoprothesen werden zementierte Schäfte mit zementfreien Hüftpfannen oder zementierte Hüftpfannen mit zementfreien Schäften kombiniert.
    Welcher der beste Hüftgelenkersatz für Sie ist, wird Ihr Arzt von Ihrem Krankheitsbild, der Anatomie Ihrer Hüfte und dem Zustand Ihrer Knochen abhängig machen. Er wird sich dabei an Endoprothesenmodellen orientieren, die ihre Qualität und ihre Lebensdauer in langjährigen Studien bewiesen haben.


Materialien

  • Metalllegierungen (z.B. Titanlegierung) Langzeitstabil, biokompatibel, hypoallergen
  • Kunststoffe Sehr gute Gleit-Reib-Eigenschaften
  • Keramiken Extrem verschleißfest und körperverträglich

Eine gute Hüftendoprothese

  • muss stabil im Knochen sitzen,
  • sollte trotzdem elastisch sein,
  • muss eine schonende OP ermöglichen,
  • muss verträglich sein,
  • zeigt wenig Verschleiß,
  • hat ihre Qualität und Lebensdauer in langjährigen Studien bewiesen.

Ärzte führen Hüftgelenkoperationen mit speziell für die jeweilige Hüftendoprothese konstruierten Instrumenten durch. Dadurch sind meist nur kleine Hautschnitte nötig, die Hüftmuskulatur und die beteiligten Knochen werden geschont – und die Patienten sind nach dem Eingriff schneller wieder auf den Beinen. Aber auch Sie können dazu beitragen, dass Ihre Operation ein Erfolg wird:

  • Kommen Sie so gesund wie möglich in die Klinik. Je besser es Ihnen geht, desto reibungsloser verlaufen Ihre Operation und Ihre Heilung.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über Ihre Medikamente, auch über frei verkäufliche. Sonstige Erkrankungen, wie zum Beispiel Allergien, sollte Ihr Arzt ebenfalls kennen.
  • Berichten Sie Ihrem Arzt über Infekte – vor allem in Mund, Nase oder Rachen sowie an Ihren Zähnen, auf der Haut und an den Nägeln.
  • Betreiben Sie Muskelaufbau, Gangtraining und falls notwendig Gewichtsabbau vor der OP. Sie schaffen damit optimale Bedingungen für Ihre Gelenkprothese.  
  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt frühzeitig die Möglichkeiten einer Eigenblutspende.

Checkliste für das Arztgespräch

  • Fühlen Sie sich gesund?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?
  • Möchten Sie Eigenblut spenden?
  • Möchten Sie an einem Gangtraining teilnehmen?

In der Regel werden Sie schon am Tag nach der Operation zum ersten Mal aufstehen. Noch müssen Sie sehr vorsichtig sein: Ihr Arzt wird Ihnen deshalb sagen, welche Bewegungen Sie vermeiden sollen und ob Sie Gehstützen benutzen müssen.
Wenige Tage nach der Operation beginnen Sie mit der Rehabilitation in einer Klinik oder einem ambulanten Zentrum. Ihre Hüftmuskulatur wird dadurch täglich kräftiger und stabilisiert Ihr künstliches Gelenk. Die meisten Patienten sind wenige Wochen nach der Operation ohne Gehstützen mobil und schmerzfrei.

Wichtig

Belasten Sie Ihre neue Endoprothese nicht stärker, als es Ihr Arzt erlaubt. Ein frisch operiertes Hüftgelenk benötigt eine gewisse Zeit für die Heilung. 

  •  Ihr künstliches Hüftgelenk ist ein sehr zuverlässiges und sicheres Produkt der Medizintechnik. Es wurde entwickelt und hergestellt, damit Sie wieder schmerzfrei und mobil sein können.
  • Natürlich erfordert das Leben mit einem künstlichen Hüftgelenk Anpassungen an den Alltag. Manches, was für Sie früher selbstverständlich war, ist jetzt aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich oder erfordert besondere Vorsicht.

Leistungssport ist mit einem künstlichen Hüftgelenk nicht zu empfehlen. Gegen Radfahren, Wandern und Schwimmen beispielsweise spricht jedoch nichts.

Qualitativ hochwertige Hüftendoprothesen halten im Durchschnitt 15 Jahre. Es sind aber auch Patienten bekannt, die bereits seit 25 Jahren und länger das gleiche künstliche Hüftgelenk tragen. Voraussetzung für eine möglichst lange Haltbarkeit der Hüftendoprothese ist, dass Sie ein paar Vorsichtsmaßnahmen einhalten, stets dem Rat Ihres Arztes folgen und ihn bei Problemen umgehend aufsuchen.

    Aber auch für die Zeit danach gibt es eine Lösung: Sollte Ihre totale Hüftendoprothese seine Lebensdauer erreicht haben kann Sie in einer Austauschoperation durch eine neue ersetzt werden.

    • Gehen Sie zu allen Nachuntersuchungen.
    • Vermeiden Sie schwere körperliche Arbeit.
    • Suchen Sie bei Problemen einen Arzt auf.
    • Beseitigen Sie Stolperfallen wie zum Beispiel lose Teppichränder in Ihrem Zuhause.
    • Vermeiden Sie Sportarten mit heftigen Stößen oder großem Verletzungsrisiko.
    • Geeignete Sportarten sind leichte Gymnastik, Wandern in ebenem Gelände und Radfahren mit einem Rad mit tiefem Einstieg (leichtes Auf- und Absteigen).
    • Auch Schwimmen ist mit einer Hüftendoprothese erlaubt – am besten im Kraulstil.